Wann auf Sommerreifen wechseln?

Die Temperaturen werden allmählich milder und das Frühjahr kündigt sich an. Widmen Sie neben Haus und Garten auch Ihrem Auto etwas Zeit: Denken Sie an den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen. Die Empfehlung für den Reifenwechsel lautet „von O bis O“, also von Ostern bis Oktober und umgekehrt. Gerne erklären wir in diesem Artikel, was es rund um das Thema Reifenwechsel zu beachten gilt.

Um zu verstehen, weshalb der richtige Reifen zur richtigen Zeit so wichtig ist, beantworten wir vorab noch folgende Fragen:

Warum gibt es unterschiedliche Reifentypen?

Je nach Temperatur verändern sich die Anforderungen an Ihre Reifen:

Bei Sommerreifen ist wichtig, dass Sie mit dem Aufziehen warten, bis der letzte Frost vorbei ist. Pneus für den Sommer können sich bei niedrigen Temperaturen verhärten und verlieren die Bodenhaftung, wodurch Sie ins Rutschen geraten können.

Winterreifen hingegen sind von der Materialbeschaffenheit weicher, wodurch sie bei frostigen Temperaturen die bessere Bremsleistung haben.

Wer es sich etwas einfacher machen möchte, kann über Ganzjahresreifen nachdenken. Allerdings ist diese Alternative nicht für extreme Wetterlagen zu empfehlen. Bei tiefem Schnee, fahren Sie am besten mit Winterreifen. Für aufgeheizte Straßen empfehlen sich Sommerreifen.

Strafe für Sommerreifen bei Wintereinbruch?

Schnee und Glatteis können oftmals unerwartet bis in den Mai zurückkehren. Unabhängig von der Jahreszeit gilt die StVO § 2 Abs. 3a. Danach muss die Bereifung stets den Wetteranforderungen genügen. Wer bei winterlichem Wetter mit den falschen Reifen erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einem Punkt rechnen. Wenn es durch die falschen Pneus zu einer Behinderung kommt, zahlen Sie sogar 80 Euro.

Selber wechseln oder in die Werkstatt?

Ihre Kfz-Autoexperten von AdmiralDirekt.de empfehlen: Lassen Sie Ihre Autoreifen von einer geprüften Werkstatt wechseln, denn dort kann direkt die Straßentauglichkeit der Sommerreifen überprüft werden. An neuen Reifen sollten Sie zu Ihrer eigenen und der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer nicht sparen.

Tipp: Vereinbaren Sie am besten frühzeitig einen Termin bei Ihrem Händler oder Autohaus. Damit umgehen Sie den sich jährlich wiederholenden Ansturm, wenn die Temperaturen kräftig anziehen.

Wann brauche ich neue Reifen?

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Experten wie der TÜV Rheinland empfehlen allerdings, eine Profiltiefe von mindestens 3 Millimetern. Profiltiefenmesser sind schon für unter 10 Euro erhältlich. Manche Autohändler geben diese beim Kauf auch unentgeltlich mit.

Wie kann ich selbst die Reifen wechseln?

Wenn Sie den Reifenwechsel selbst vornehmen möchten, haben wir Ihnen in unserer Checkliste einige Tipps zusammengestellt:

  • Parken Sie Ihr Auto auf einer ebenen asphaltierten Fläche. Ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie den 1. Gang ein. Bei einem Automatikfahrzeug stellen Sie den Wählhebel in die Parkposition (P).
  • Vergewissern Sie sich im Bordbuch Ihres Autos, ob es Besonderheiten gibt. Insbesondere der Haltepunkt für den Wagenheber ist dort gekennzeichnet.
  • Legen Sie sich den Wagenheber, die Sommerreifen und einen Drehmomentschlüssel mit dem passenden Aufsatz bereit.
  • Lösen Sie mit dem Drehmomentschlüssel die Radmuttern zunächst nur etwa eine halbe Umdrehung.
  • Setzen Sie den Wagenheber an der dafür vorgesehenen Stelle an und heben Sie Ihr Auto an bis sich das Rad problemlos drehen lässt.
  • Schrauben Sie nun die Radmuttern ganz ab und nehmen Sie das Rad ab.
  • Nehmen Sie das neue Rad mit den Sommerreifen und schrauben Sie die Radmuttern leicht fest.
  • Lassen Sie Ihr Auto ab und entfernen Sie den Wagenheber. Erst wenn das Fahrzeug sicher steht, schrauben Sie alle Radmuttern über Kreuz ganz fest. Radmuttern, die ohne Drehmomentschlüssel angezogen werden, können das Gewinde an der Radaufhängung zerstören und zu hohen Folgekosten führen. Im Normalfall liegt das richtige Drehmoment für das Anziehen der Radmuttern bei etwa 110 Nm bis 120 Nm. Im Handbuch sollten Sie jedoch den ganz genauen Wert für Ihr Fahrzeug finden und entsprechend einstellen.
  • Wenn Sie alle Räder gewechselt haben, beschriften Sie die Winterreifen idealerweise mit Kreide, damit Sie wissen welches Rad an welcher Position war. Bsp.: VL für vorne links.
  • Lagern Sie Ihre Winterräder liegend oder auf einem Reifenbaum und schützen Sie die Reifen vor Nässe. Bewahren Sie die Radschrauben und etwaige Felgenschlösser auf.
  • Prüfen Sie bitte umgehend den Luftdruck Ihrer wieder in Betrieb genommenen Sommerreifen und ziehen Sie nach ca. 50 gefahrenen Kilometern die Radmuttern nach. Informationen zum richtigen Luftdruck finden Sie im Handbuch Ihres Autos und bei einigen Modellen in der Tankklappe oder an der Fahrertür.

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Frau prüft die Profiltiefe Ihrer Sommerreifen.
16.03.2018 zurück zur Blog-Übersicht